Zitat des Moments:

«Browser»…was sind denn jetzt nochmal «Browser»?” – Brigitte Zypries (SPD)

Die Testphase zum Einsatz der als Nacktscanner bezeichneten Körperscanner verschiebt sich, da die Voraben zur Verfremdung der Personen bisher nicht eingehalten werden können (http://www.fnp.de/fnp/welt/hintergrund/nacktscanner-erst-spaeter_rmn01.c.7937715.de.html). Das bedeutet jedoch nicht, das das Thema vom Tisch ist. Das nehme ich nun zum Alass, mein Infoblatt hier zu veröffentlichen:

Technologie und Gesundheitsrisiken
1. Röntgengeräte auf de Basis rückgestreuter Strahlung: Die Geräte arbeiten mit hohen
Teilchenenergien aber mit geringen Intensitäten. Die resultierenden Bilder sind von
hoher Detailtreue und können auch Implantate im Körper sichtbar machen
(Entwürdigung von Personen mit Implantaten ist hier möglich). Der Einsatz der Geräte
birgt auch gesundheitliche Risiken, da kein Schwellenwert definierbar ist, ab dem
Röntgenstrahlung schädlich wirken kann.
2. Aktive Terahertz- Geräte: Zum Einsatz kommt dabei Wärmestrahlung im
Millimeterbereich. Diese Strahlung ist im Gegensatz zur Röntgenstrahlung recht
energiearm, dringt aber auch nur gering in den Körper ein, so das Gegenstände im
Körper (Verdauungstrackt), Körperfalten etc. nicht erfasst werden können. Die
gesundheitlichen Risiken sind bisher nur wenig untersucht, jedoch gibt es einen Bericht
einer israelischen Forschergruppe, welche Hinweise auf eine Störung der
Chromosomenverteilung in teilungsfähigen Lymphozyten (Blutbestandteile) bei
mehrstündiger Bestrahlung mit 100GHz fand.
3. Passive Terahertz- Geräte: Diese Geräte nutzen die natürliche Terahertz- Strahlung
des menschlichen Organismus aus. Da keine zusätzlichen Strahlungsquellen zum Einsatz
kommen, sind gesundheitliche Schäden durch diese Geräte auszuschließen. Jedoch
werden auch hier nur am Körper getragene Gegenstände sichtbar gemacht.

Fazit
Rein aus gesundheitlichen Bedenken sind Röntgengeräte grundsätzlich abzulehnen aber
auch aktive Terahertz-Scanner sind nach derzeitigen Erkenntnisstand nicht 100%
risikofrei. Lediglich passive Terahertz-Scanner sind gesundheitlich unbedenklich.
Bringen die Geräte ein Mehr an Sicherheit?
Das Frage kann man getrost verneinen, da bei den Teraherz- Geräten nur über der Haut
befindliche Gegenstände gefunden werden. Die Schwachstelle bleiben weiterhin die
Kontrolleure vor Ort. Hierzu passt auch die Aussage des GdP- Chefs Konraf Freiberg: “Es
reicht bei weitem nicht aus, nun aufgrund des aktuellen Vorfalls in Detroit ausschließlich
über so genannte Körperscanner zu debattieren. Vom Flicken nur eines Sicherheitslochs
kann man sich ernsthaft keine Wunderdinge erwarten.”

Mehr Technik bedeutet nicht automatisch
mehr Sicherheit aber mit Sicherheit mehr
Profit für die produzierenden Firmen!

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12. Juli 2010, 11:05 Uhr

 

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